Sicherheitshinweise
Die Kostis
Netzwerkberatung
möchte dem geneigten Leser einige Hinweise zum Thema Sicherheit auf dem PC
nahe legen. Da die meisten Probleme in der Microsoft Windows Welt auftreten,
nenne ich die aus meiner Sicht notwendigen Maßnahmen für diese Plattform.
Andere Plattformen benötigen ähnlichen Schutz.
Das Internet ist leider immer mehr eine Spielwiese für dubiose
Gestalten, die versuchen ihren PC zu schädigen, für ihre Zwecke zu übernehmen und andere
hässliche Dinge. Fragen Sie nicht wieso, sie tun es und sie tun es 24
Stunden am Tag auf der ganzen Welt. Dabei versuchen sie in der Regel
bekannte Lücken im Betriebssystem auszunutzen oder auch Ihre Gutgläubigkeit.
Kurzversion für Microsoft Windows Anwender
Folgende kostenfreie Produkte downloaden und
installieren:
Langversion
-
Nutzen Sie ein anderes Betriebssystem
Nein, das ist kein Witz.
Linux oder
FreeBSD
sind in der Regel weitaus sicherer. Allerdings steht nicht jedem die
Wahl offen. Sei es Mangel an Know-How oder wichtige Anwendungen, die man
nur dort hat oder auch einfach "Investitionsschutz".
Manchmal muss es eben doch Microsoft Windows sein.
Für diese Gruppe sind die unten genannten Hinweise umso wichtiger.
- Alle System-Updates regelmäßig durchführen
Microsoft bietet
Updates
nicht zum Spaß an. In der Regel sind diese bitter nötig, denn sie sind
in der Regel eine Reaktion auf ein meist von anderen gefundenes Problem.
Wer hier zu lange wartet, wird schnell ein Opfer von Nachahmern, die
darauf spekulieren, dass viele Leute ihre Maschinen nicht auf dem
aktuellen Stand halten und die gerade bekannt gemachte Lücke nutzen.
Das gilt sowohl für Updates des
Betriebssystems
als auch für
Microsoft Office!
-
Anti-Viren Software nutzen und aktuell halten
Anti-Viren Software hilft nur dann, wenn man sie aktuell hält.
Anti-Viren Software mit antiken Daten dienen höchstens der
Vortäuschung von Sicherheit, sie halten aktuelle Viren aber nicht ab.
Daher sollte man seine Anti-Virus Software regelmäßig aktualisieren.
In diesem Bereich gibt es sowohl kommerzielle (z. B. von
AntiVir,
Symantec)
als auch kostenfreie Produkte (z. B.
free-av).
Jedenfalls gibt es keine echte Ausrede wieso man keinen Anti-Virus Schutz
auf seinem PC haben sollte ("zu langsam" ist keine Entschuldigung!).
Die Anti-Virus Software sollte in jedem Fall auch emails untersuchen.
Viren-Opfer sind in gewisser Weise auch Täter, denn die übernommenen PCs
verteilen die Viren weiter und wer sich also nicht schützt agiert letztlich
wenig sozial. Wer sein Auto nicht abschließt, darf sich nicht wundern, wenn
es gestohlen wird.
-
Trojaner und Co. fernhalten
Leider erkennen viele Anti-Virus Programme Schädlinge wie Trojaner,
Dialer, Werbetrackern und ähnliches nicht oder kaum. Eine Lösung
bietet Software wie
"Spybot Search&Destroy",
die solche Schädlinge erkennen und entfernen kann. Diese Freeware
ist extrem hilfreich. Auch hier gilt: regelmäßig Updates fahren
und den PC durchsuchen lassen.
-
Router oder Personal Firewall
Leider kommt die Gefahr nicht nur per email, sondern auch über direkte
Zugriffe über das Internet. Wenn man seinen PC regelmäßig updatet,
dann ist man schon einigermaßen sicher, allerdings ist es noch besser
entweder einen NAT Router einzusetzen (z. B. DSL-Router, ISDN-Router, etc.),
der die Angriffe abwehrt, oder aber der Einsatz einer "Personal
Firewall". Diese gibt es teilweise im Betriebssystem integriert, als
kommerzielle Produkte (z. B. von
Symantec)
aber auch als Freeware (z. B.
ZoneAlarm).
Bei Einsatz eines Routers kann man auf den Einsatz einer "Personal
Firewall" in der Regel verzichten.
Warum der Aufwand?
Wer seinen PC nicht schützt, riskiert nicht nur über einen Trojaner
ausgespäht zu werden und damit Tür und Tor für Missbrauch zu öffnen,
sondern bietet damit seinen PC als Plattform für Angriffe an. Das ist in
mehrfacher Hinsicht schädlich. Erstens ist jeder ungeschützte PC
potentiell ein Multiplikator für Angriffe und erhöht damit das Aufkommen,
zweitens werden z. B. emails von einem solchen PC abgeschickt, so dass der
Besitzer als Absender erscheint und nicht selten von genervten Empfängern
dafür gescholten wird. Richtig asozial wird es aber, wenn die
Viren-Software einen anderen Empfänger fälscht. Dieser kann sich nicht
wehren und kann nichts dafür, dass Sie ihren PC nicht geschützt haben. Je
mehr PC geschützt sind, desto weniger lohnt es sich für die "bösen
Buben" das Internet zu verpesten. Tun auch Sie ihren Teil zum Wohle
aller und schützen Sie Ihren PC und sei es aus reinem Eigennutz.
Andere Hinweise